How to Matcha

Traditionell wird Matcha als Usucha zubereitet: Bambusbesen einweichen, Schale vorwärmen, 1 bis 2 Bambuslöffel Matcha hineinsieben, mit 70 bis 80 °C warmem Wasser aufgießen und mit dem Chasen im Zick-Zack aufschlagen, bis feiner Schaum entsteht. Dann direkt aus der Schale trinken.

Das ist mehr als ein Rezept. Hinter jedem Schritt steckt eine jahrhundertealte Tradition, und genau die macht Matcha so besonders. Wir zeigen Dir, wie es geht und warum.

Woher kommt die traditionelle Zubereitung?

Pulvertee kam im 12. Jahrhundert mit einem Mönch aus China nach Japan. Daraus entwickelte sich die japanische Teezeremonie, Chanoyu oder Sadō genannt, „der Weg des Tees“. Geprägt hat sie vor allem Teemeister Sen no Rikyū im 16. Jahrhundert.

Seine vier Prinzipien gelten bis heute: Harmonie (wa), Respekt (kei), Reinheit (sei) und Stille (jaku). Klingt groß, heißt im Alltag aber einfach: Nimm Dir einen Moment. Konzentrier Dich auf das, was Du gerade tust. Genau das macht Matcha zum perfekten Ritual für Deinen Start in den Tag.

Die traditionellen Utensilien

Japanisch

Was es ist

Wofür

Chawan

Teeschale

breit genug zum Aufschlagen, wird mit beiden Händen gehalten

Chashaku

Bambuslöffel

zum Dosieren des Matcha

Chasen

Bambusbesen

schlägt den Matcha schaumig, oft mit 80 bis 120 feinen Borsten [prüfen]

Furui

feines Sieb

gegen Klümpchen

Chakin

Leinentuch

zum Trocknen und Säubern der Schale

Natsume

Teedose

hält den Matcha frisch

Kusenaoshi

Besenhalter

hält den Chasen nach dem Trocknen in Form

Für den Anfang reichen Schale, Löffel, Besen und Sieb.

Traditionelle Matcha Zubereitung Schritt für Schritt

Vorbereitung: Chasen einweichen und Schale vorwärmen

Stell den Chasen mit den Borsten für 1 bis 2 Minuten in warmes Wasser. So werden die feinen Bambusborsten geschmeidig und brechen nicht. Gieß das Wasser danach in Deine Chawan, damit sie warm wird. Kurz schwenken, ausgießen und mit dem Chakin trocknen. In einer warmen Schale bleibt Dein Matcha länger heiß und schäumt besser.

1. Matcha in die Schale sieben

Gib 1 bis 2 Bambuslöffel Matcha durch ein feines Sieb in Deine Schale, das sind ungefähr 1 bis 2 g. Matcha ist so fein, dass er schnell klumpt. Gesiebt löst er sich gleichmäßig auf.

2. Mit 70 bis 80 °C warmem Wasser aufgießen

Gieß etwa 60 bis 80 ml Wasser dazu. Kochendes Wasser macht Matcha bitter, darum lässt Du es nach dem Kochen etwa 5 Minuten abkühlen. In Japan wird das Wasser traditionell mit einer Kelle aus Bambus (Hishaku) aus dem Kessel geschöpft.

3. Mit dem Chasen im Zick-Zack aufschlagen

Halte die Schale mit einer Hand fest. Mit der anderen schlägst Du den Matcha zügig aus dem Handgelenk im Zick-Zack, also in einer W- oder M-Bewegung. Nicht im Kreis rühren, und der Besen berührt den Boden kaum. Nach etwa 15 bis 20 Sekunden ist die Oberfläche mit feinem, cremigem Schaum bedeckt. Zum Schluss den Besen langsam in der Mitte herausziehen, so entsteht ein kleiner Schaumhügel.

4. Frisch genießen

Traditionell trinkst Du Matcha pur, direkt aus der Schale, solange er warm und schaumig ist. Wie das richtig geht, liest Du weiter unten.

Usucha oder Koicha: dünner oder dicker Tee?

In der Teezeremonie gibt es zwei Arten, Matcha zuzubereiten. Was wir oben beschrieben haben, ist Usucha. Koicha ist die intensive Variante für besondere Anlässe.

 

Usucha (dünner Tee)

Koicha (dicker Tee)

Matcha

1 bis 2 Bambuslöffel, ca. 1 bis 2 g

3 bis 4 Bambuslöffel, ca. 3,5 bis 4 g [prüfen]

Wasser

ca. 60 bis 80 ml

ca. 30 bis 40 ml [prüfen]

Technik

zügig im Zick-Zack aufschlagen

langsam kneten und rühren, kein Schaum

Konsistenz

leicht, schaumig

dickflüssig, fast wie flüssiger Honig

Qualität

Ceremonial Grade

nur allerbeste Qualitäten

Typisch für

Alltag und die meisten Zeremonien

formelle Zeremonien, oft aus einer Schale für alle Gäste

Für den Alltag ist Usucha perfekt. Koicha ist eher etwas zum Ausprobieren, wenn Du Matcha richtig intensiv erleben willst.

So trinkst Du Matcha wie in Japan

In der Teezeremonie hat jede Bewegung eine Bedeutung. Zuhause musst Du das nicht perfekt machen, aber die Basics bringen Dir ein Stück Tradition ins Glas:

  1. Erst etwas Süßes: Traditionell isst Du vor dem Matcha eine kleine japanische Süßigkeit (Wagashi). Die Süße bereitet den Gaumen auf den feinen, leicht herben Geschmack vor.
  2. Mit beiden Händen: Die Schale liegt auf Deiner linken Handfläche, die rechte Hand hält sie seitlich.
  3. Schale drehen: Dreh die Schale zweimal leicht im Uhrzeigersinn, damit die schöne Vorderseite nicht zu Dir zeigt. Das ist eine Geste der Bescheidenheit 
  4. In wenigen Schlucken trinken: Usucha trinkst Du in drei bis vier Schlucken leer. Der letzte darf ruhig hörbar geschlürft werden.
  5. Rand säubern: Wisch die Stelle, an der Du getrunken hast, kurz mit den Fingern ab.

So pflegst Du Deinen Chasen

Dein Bambusbesen hält lange, wenn Du ihn gut behandelst. Spül ihn direkt nach dem Benutzen mit warmem Wasser aus, ganz ohne Spülmittel. Lass ihn dann mit den Borsten nach unten auf einem Kusenaoshi oder an der Luft trocknen, nie in einem geschlossenen Schrank. So bleibt er in Form und schimmelt nicht.

Die häufigsten Fehler

Fehler

Was passiert

Besser so

Kochendes Wasser

Matcha wird bitter

70 bis 80 °C

Chasen trocken benutzt

Borsten brechen

vorher 1 bis 2 Minuten einweichen

Nicht gesiebt

Klümpchen

immer erst sieben

Im Kreis gerührt

kein Schaum

Zick-Zack aus dem Handgelenk

Kalte Schale

Matcha kühlt schnell ab

Schale vorwärmen

Schmeckt Dein Matcha trotzdem bitter? Dann lohnt ein Blick auf die Qualität

Moderne Varianten

Tradition ist die Basis, aber Matcha kann noch mehr. Für den Matcha Latte schlägst Du ihn mit etwas weniger Wasser auf und gibst aufgeschäumte Milch dazu: How to Matcha Latte.

Ready für Dein eigenes Matcha-Ritual?

Für die traditionelle Zubereitung brauchst Du vor allem eins: guten Matcha. Unsere NINI Signature Ceremonial Matcha ist Ceremonial Grade und genau für Usucha gemacht, mild, cremig und mit schönem Schaum.

Lieber erst probieren? Komm in unsere Cafés in Wiesbaden oder Mainz. Wir zeigen Dir gern, wie’s geht. Love at first sip.