Matcha ist fein gemahlener grüner Tee aus Japan. Anders als bei normalem Tee trinkst Du hier das ganze Blatt mit. Deshalb schmeckt Matcha intensiver, hat mehr Koffein als aufgegossener Grüntee und diese knallgrüne Farbe, die Du aus unseren Cafés kennst.
In diesem Guide bekommst Du alles auf einen Blick: was Matcha ist, wie er hergestellt wird, woran Du gute Qualität erkennst und wie Du ihn zuhause zubereitest. Zu jedem Thema findest Du einen tieferen Artikel. Let’s go.
Was ist Matcha?
Matcha ist ein Pulver aus Tencha, einem speziellen grünen Tee. Die Teepflanzen werden vor der Ernte einige Wochen beschattet. Dadurch bilden die Blätter mehr Chlorophyll und mehr Aminosäuren wie L-Theanin. Das Ergebnis: sattes Grün, wenig Bitterkeit, viel Umami.
Nach der Ernte werden die Blätter gedämpft, getrocknet, von Stielen und Blattadern befreit und dann langsam zu feinem Pulver vermahlen. Du rührst das Pulver mit Wasser auf, statt es aufzugießen und abzuseihen.
Mehr dazu: Was ist Matcha? Herkunft, Anbau, Geschmack
Wie wird Matcha hergestellt?
Kurz gesagt in fünf Schritten:
- Beschattung: Die Teesträucher stehen vor der Ernte 3. bis 4. Wochen im Schatten.
- Ernte: Für hochwertigen Matcha werden die jungen Blätter der ersten Ernte im Frühjahr gepflückt.
- Dämpfen und Trocknen: Das stoppt die Oxidation und hält die Farbe grün.
- Sortieren: Stiele und Blattadern kommen raus, übrig bleibt Tencha.
- Mahlen: Traditionell langsam mit Steinmühlen, damit das Pulver nicht zu warm wird.
Ceremonial oder Culinary: Welche Qualität brauchst Du?
Die wichtigste Frage beim Kauf. Ehrlich gesagt: „Ceremonial Grade“ ist kein geschützter Begriff. Er steht im Handel aber meist für Matcha, der pur getrunken werden soll. Culinary Grade ist fürs Mischen und Backen gedacht.
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Ceremonial Grade |
Culinary Grade |
|---|---|---|
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Wofür |
pur, als Usucha oder hochwertiger Latte |
Latte, Smoothies, Backen |
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Geschmack |
mild, süßlich, viel Umami |
kräftiger, herber |
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Farbe |
leuchtend grün |
eher matt oder gelblich grün |
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Ernte |
meist erste Ernte, junge Blätter |
oft spätere Ernten |
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Preis |
höher |
günstiger |
Unsere Signature Ceremonial Matcha ist Ceremonial Grade. Du kannst sie pur trinken, sie macht aber auch im Latte richtig was her.
Mehr dazu: Matcha Qualitätsstufen: Ceremonial vs. Culinary Grade
Woran erkennst Du guten Matcha?
Du brauchst kein Labor. Drei Checks reichen:
- Farbe: Leuchtendes, frisches Grün ist ein gutes Zeichen. Gelblich, bräunlich oder grau heißt meist alt, schlecht gelagert oder späte Ernte.
- Duft: Frisch, grasig, leicht süßlich. Riecht er nach Heu oder nach gar nichts, ist er über seinen Peak.
- Textur: Super fein, fast wie Puder. Zwischen den Fingern zerrieben fühlt er sich seidig an, nicht körnig.
Und im Glas: Guter Matcha schäumt schön auf und schmeckt mild statt bitter.
Mehr dazu: Guten Matcha erkennen: Farbe, Duft, Textur und Matcha kaufen: Worauf Du achten solltest
Wo kommt Matcha her?
Die bekanntesten Anbaugebiete liegen in Japan:
- Uji (Kyoto): Die Wiege des Matcha, bekannt für feine, elegante Qualitäten.
- Nishio (Aichi): Einer der größten Produzenten von Tencha.
- Kagoshima: Im Süden, mildes Klima, viel moderner Anbau.
- Shizuoka: Japans größte Teeregion insgesamt.
Anfang nächsten Jahres besuchen wir unsere Matcha-Farmen in Japan. Die Eindrücke teilen wir hier mit Dir.
Wie bereitest Du Matcha zu?
Klassisch pur, als sogenannter Usucha:
- Sieben: 1 bis 2 g Matcha (etwa ein halber bis ganzer Teelöffel) durch ein feines Sieb in eine Schale geben. So gibt es keine Klümpchen.
- Wasser: Etwa 70 bis 80 ml Wasser mit 70 bis 80 °C dazugeben. Kochendes Wasser macht Matcha bitter.
- Aufschlagen: Mit dem Bambusbesen (Chasen) zügig in einer W- oder M-Bewegung schlagen, bis feiner Schaum entsteht. Das dauert etwa 15 bis 20 Sekunden.
- Genießen: Direkt trinken, bevor sich das Pulver absetzt.
Kein Besen zuhause? Ein Milchaufschäumer oder ein gut verschlossenes Glas zum Schütteln funktionieren auch.
Mehr dazu: How to Matcha Latte
Die passende Tasse? Unsere NINI Cappuccinotasse ist genau für Matcha Latte gemacht. Die richtige Tasse für Matcha, Latte und Espresso-Shot
Wie viel Koffein hat Matcha?
Eine Portion Matcha mit 1 bis 2 g Pulver hat ungefähr 30 bis 70 mg Koffein. Wie viel genau, hängt von Menge und Qualität ab. Zum Vergleich:
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Getränk |
Koffein pro Portion [prüfen] |
|---|---|
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Matcha (1 bis 2 g) |
ca. 30 bis 70 mg |
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Espresso |
ca. 60 bis 80 mg |
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Tasse Filterkaffee |
ca. 80 bis 100 mg |
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aufgegossener Grüntee |
ca. 20 bis 40 mg |
Der Unterschied liegt im Gefühl: Viele beschreiben Matcha als ruhigeren, gleichmäßigeren Energiekick ohne den typischen Kaffee-Crash. Ein Grund dafür ist das L-Theanin, das zusammen mit dem Koffein im Matcha steckt.
Mehr dazu: Inhaltsstoffe Matcha, Matcha vs. Kaffee und Was sagt das NINI Team: Matcha oder doch der Kaffee?
Wie wirkt Matcha?
Matcha enthält Koffein, und Koffein hilft dabei, die Aufmerksamkeit und Konzentration zu steigern. Dazu kommen L-Theanin und Catechine, also Pflanzenstoffe aus dem Teeblatt, die gerade viel erforscht werden.
Was wir Dir ehrlich sagen: Matcha ist kein Wundermittel. Er ist ein richtig gutes Getränk mit Koffein, das sich für viele angenehmer anfühlt als Kaffee. Das ist schon eine ganze Menge.
Mehr dazu: Inhaltsstoffe Matcha
In normalen Mengen ist Matcha für gesunde Erwachsene unproblematisch. Weil Du das ganze Blatt trinkst, nimmst Du aber auch mehr Koffein auf als bei Grüntee. Zu viel davon kann zu Unruhe, Herzklopfen oder Schlafproblemen führen. Auf nüchternen Magen reagieren manche mit einem flauen Gefühl.
Schwangere, Stillende und koffeinempfindliche Menschen sollten ihre Gesamtmenge an Koffein im Blick behalten und im Zweifel ärztlich nachfragen.
Wie viel Matcha pro Tag?
Für die meisten Erwachsenen sind 1 bis 3 Portionen am Tag gut machbar. Die EFSA hält bis zu 400 mg Koffein pro Tag für gesunde Erwachsene für unbedenklich, bei Schwangeren bis zu 200 mg. Rechne Kaffee, Energy Drinks und Co. dazu.
Matcha in der Küche
Matcha kann mehr als Latte. Er bringt Farbe und eine leicht herbe Note in Kuchen, Cookies, Tiramisu oder Smoothies.
Mehr dazu: 5 Matcha Rezepte
Matcha mag keine Luft, kein Licht, keine Wärme und keine Feuchtigkeit. So bleibt er frisch:
- Dose nach dem Öffnen immer gut verschließen.
- Kühl und dunkel lagern, gern im Kühlschrank. Vor dem Öffnen kurz auf Raumtemperatur kommen lassen, sonst bildet sich Kondenswasser.
- Nach dem Öffnen am besten innerhalb von etwa 4 bis 8 Wochen aufbrauchen.
Mit einer 30 g Dose kommst Du je nach Dosierung auf etwa 15 bis 30 Portionen.
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